Shuji Nakamura bekommt Nobelpreis für Physik überreicht

Professor Shuji Nakamura
Professor Shuji Nakamura / Bildquelle: Flickr, "Glenn Beltz"
Heute am 10. Dezember 2014 bekommt der japanischstämmige Professor Shuji Nakamura zusammen mit Isamu Akasaki und Hiroshi Amano den Nobelpreis für Physik in Stockholm überreicht.

Nakamura forschte ab 1988 an der Entwicklung blauer Leuchtdioden (LEDs) für die Firma Nichia. Dank seiner Forschungsarbeit entwickelte Nakamura die erste sehr helle Galliumnitrid-Leuchtdiode, die blaues Licht abstrahlt. Diese LEDs werden seit 1993 industriell gefertigt. Später konnte Nakamura dank seiner Forschungsarbeit auch weiße Leuchtdioden entwickeln, wodurch er den Grundstein für die heute mögliche LED Lichttechnik legte.
Nakamura erhielt seinerzeit von Nichia für seine Entdeckung eine Prämie von 200 US-Dollar. 1999 verließ Nakamura die Firma und ging für einen Lehrauftrag in die USA. 2000 verklagte Nichia ihn dann wegen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen. Der Konzern hatte mit seiner Klage allerdings keinen Erfolg und Nakamura bekam in erster Instanz sogar rund 200 Millionen US-Dollar zugesprochen, da ca. 80 Patente der Firma auf seine Entwicklungen zurückgehen. Später einigten sich die beiden Parteien auf eine Summe von ca. 6 Millionen US-Dollar, zugunsten von Nakamura.

Zeitgleich forschten an der Nagoya Universität die Physiker Isamu Akasaki und Hirsoshi Amano an der Entwicklung neuer Leuchtdioden. Auch sie konnten entscheidende Fortschritte bei der Erforschung blauer LEDs vermelden und werden deshalb zusammen mit Nakamura ausgezeichnet.

Heute ist Nakamura Professor an der University of California, Santa Barbara und Honorarprofessor an der Universität Bremen. Der Nobelpreis in Physik ist mit rund 880.000 Euro dotiert.